Mondfotografie
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Bei der Fotografie des Mondes sind vor allem drei Fragen von Interesse: Wie
groß ist das Bild des Mondes auf dem Film, wie lange muss belichtet werden und
ist das Bild bei der gewählten Belichtungszeit noch scharf? Richtwerte dazu
können in den folgenden drei Abschnitten berechnet werden.
Größe der Abbildung
Der mittlere Winkeldurchmesser des Mondes beträgt etwa 31 Bogenminuten.
Bedingt durch die elliptische Bahn des Mondes um die Erde kann der aktuelle
Winkeldurchmesser um rund 12% schwanken. Der Durchmesser des Mondbildes auf dem
Film/Sensor hängt nur von der gewählten Objektivbrennweite ab. Wird mit
Okularprojektion gearbeitet, so ist mit der effektiven Brennweite zu rechnen.
Belichtungszeit
Die richtige Belichtungszeit lässt sich mit der Formel
Belichtungszeit=Öffnungszahl2 / (Film/Sensor-Empfindlichkeit*k-Wert)
abschätzen. Dabei ist die Öffnungszahl (Blende) das Verhältnis aus Brennweite
und Objektivdurchmesser. Der k-Wert beschreibt die Helligkeit des Mondes in
Abhängigkeit von seiner Phase und den Beleuchtungsverhältnissen. Bei totalen
Mondfinsternissen handelt es sich hier jedoch um eine grobe Näherung, da der
Mond dann nur von dem in der Erdatmosphäre abgelenkten Sonnenlicht beleuchtet
wird. Dessen Intensität hängt wesentlich vom aktuellen Zustand der
Hochatmosphäre ab, vor allem dem Staubgehalt aus Vulkanausbrüchen.
Bewegung des Mondes
Da sich der Mond am Himmel mit etwa 14,5 Bogensekunden pro Zeitsekunde
bewegt, wird eine Aufnahme mit feststehender Kamera, abhängig von der
Objektivbrennweite, schnell unscharf. Auch bei einer Nachführung der Kamera auf
die Sterne macht sich irgendwann eine Unschärfe bemerkbar, weil sich der Mond in
jeder Sekunde etwa 0.5 Bogensekunden relativ zu ihnen bewegt.
Werden in den
obigen Abschnitten Bildgröße und Belichtungszeit berechnet, dann werden von dort
die Brennweite und die Zeit als Voreinstellung übernommen.
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