Wir über uns
Die Astronomische
Gesellschaft URANIA Wiesbaden
Im
November 1925 gründete der Astronom Dr. Franz Kaiser zusammen mit
Wiesbadener Sternfreunden die Astronomische Gesellschaft "URANIA". Die
Entwicklung dieser astronomischen Vereinigung ist eng mit der
Persönlichkeit ihres Begründers verknüpft, eines
Astronomen von hervorragender fachlicher und pädagogischer
Qualifikation. Dr. Kaiser, ein gebürtiger Wiesbadener, absolvierte
in Heidelberg sein Studium der Astronomie und entdeckte als
wissenschaftlicher Assistent an der dortigen Sternwarte 75 Kleinplaneten, von denen er zwei nach seiner Heimatstadt benannte:
"Wisibada" und "Mattiaca".
Wie bei
sämtlichen astronomischen Vereinigungen war auch bei der
Wiesbadener URANIA die instrumentelle Ausstattung von wesentlichem
Einfluss auf die Vereinsarbeit. Während der ersten Jahrzehnte
stand der URANIA in der Sternwarte Oranienschule ein
leistungsfähiger Refraktor zur Verfügung. Infolge der letzten
Kriegswirren wurde die Sternwarte Oranienschule zerstört, und die
Vereinsarbeit kam zum erliegen. Erst 1954, nach der Wiederherstellung
der Sternwartenkuppel, konnte die Beobachtungsarbeit wieder aufgenommen
werden. Nach dem Dr. Franz Kaiser die Geschicke der URANIA mehr als 36
Jahre leitete, verstarb er im Frühjahr 1962.
Im Jahre 1967 wurde
durch die Anschaffung eines neuen 30-cm-Maksutow-Spiegelteleskopes die
Aktivität auf der Sternwarte wieder intensiviert. Zu den
üblichen Beobachtungsabenden, Vorträgen und Seminaren kamen
nun auch noch "Astronomische Wochen" und Großveranstaltungen
hinzu, die der Astronomie neue Freunde gewinnen sollte. Auch die
Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Wiesbaden (VHS) gestaltete sich
immer enger. Im Jahre 1974 bot sich der URANIA die Gelegenheit in eine
neue Sternwarte umzuziehen, die im Zuge des Neubaus des neuen
Oberstufengymnasiums am Moltkering (Martin-Niemöller-Schule)
errichtet wurde.
Die
Astronomische Gesellschaft URANIA e.V. hat sich die Pflege und
Förderung der Astronomie und Himmelskunde zur Hauptaufgabe
gestellt. Neben der traditionellen "Astronomischen Woche" bestehen
für den interessierten Besucher mehrmals die Woche die
Möglichkeit an Beobachtungen und Vorträgen teilzunehmen.
Neben den üblichen Veranstaltungen und Sonderführungen
(für interessierte Gruppen, Vereine, Schulklassen, etc.) wurden
auch Großveranstaltungen initiiert. Die URANIA war 1985 und 1987
Veranstalter der "Wiesbadener-Astronomie-Messe", mit einer Vielzahl von
Ausstellern aus dem In- und Ausland. Im Jahre 1992 wurde ein
Hochleistungsrefraktor mit 206 mm Öffnung und 1575 mm Brennweite
angeschafft.
Durch
die Vielzahl von Veranstaltungen und Aktivitäten stieß der
Nutzraum in der Sternwarte an seine Grenzen. Aus diesem Grund baute die
URANIA 1984 einen kleinen Neubau direkt gegenüber des jetzigen
Zuganges zur Sternwarte auf dem Schulgelände.
Die Sternwarte wird jährlich von etwa 2500 Besuchern aufgesucht. Die URANIA hat derzeit
rund 100 Mitglieder. Das Veranstaltungsprogramm wird regelmäßig von den lokalen Zeitungen veröffentlicht.
Die
URANIA in Wikipedia:
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